Meilensteine der Reblauszunft

14. Januar 1950 Gründung der Reblauszunft
 
durch 14 Mitglieder der „Montagskegler“. Die Gründer waren: Ernst Engler, Oskar Probst, Felix Vögele, Adolf Salb, Fritz Lienhard, Alfred Kraus, Fritz Wursthorn, Fritz Troll, Hermann Keller, Erich Heusner, Heinrich Güth, Franz Schüler, Alois Herbstritt und Max Gassenschmidt. Der erste Zunftvogt lautete Ernst Engler.

Das erste „Häs“ bestand aus schwarzen Hosen, weissem Hemd, einem roten bzw. grünen Band als Binder und einem breitkrempigen Strohhut, wie die Winzer ihn im Rebberg trugen. Auf den Hemden und Blusen war das von Richard Kniel geschaffene Wappen mit der Reblaus aufgestickt.

Patenzünfte sind die Zunft Oberwiehre Kindsköpf e.V. und die Zunft der Schnogedätscher FreiburgMooswald e.V14. Januar 1950 Gründung der Reblauszunft

14. Januar 1950 Kappenabend der Freiburger Fasnet
Genau elf Minuten nach zwanzig Uhr erhob in der Festhalle St.Georgen der Dirigent den Stab, und die Kapelle setzte schmetternd mit einem Marsch und viel Tschingdarassabum ein. An den langen Reihen der Tische hatten viele hundert Gäste Platz gefunden; die Galerie war zum Bersten voll, und durch den Dunst des Tabakrauches schimmerten gerade noch die weißen Galauniformen baumlanger Gardisten der Ranzengarde. Von den Wänden grinsten große Fratzen mit den hölzernen Masken der Fasnetrufer um die Wette. Manierlich saßen die Lalli, die scheußlichen Masken in der Hand, unter den anderen Gästen, und einer meinte, so sähen die Kerle eigentlich wieder Erwarten passabel aus.

Bald wurden die Türen aufgerissen; unter den Takten der Kapelle eröffneten vier Herolde in den Freiburger Farben den Einmarsch des Elferrats. Der Damenelferrat folgte und schließlich wurde auch der Zunftmeister der Breisgauer Narrenzunft, Willy Jäger, hereingeleitet. Unter dem ohrenbetäubenden Ratschen der Flecklehäs und lauten Helau-Rufen eröffnete er die Freiburger Fasnet 1950. Zum ersten Male in diesem Jahr intonierte die Kapelle den Freiburger Narrenmarsch.

Dann begann die Fasnet. Es war ein närrischer Lärm im Saal. In einem feierlich - närrischen Akt wurde das neue Narrennest der St. Georgener „Rebläus“ in die Zunft aufgenommen. Die Rebläuse, die zum weißen  Oberhemd einen roten Schlips und breitrandige Hüte tragen, versprachen, sich wie zünftige Narren aufzuführen.
 

1950 1.Narrenumzug in St.Georgen
Die Reblauszunft veranstaltete in ihrem ersten Jahr einen Narrenumzug in St.Georgen. In den ersten Jahren immer am Fasnet Sundig. Im Jahr 19.. änderte die Reblauszunft den Zeitpunkt des Narrenumzuges auf eine Woche vor Fasnet Sundig. Seit 19.. bis heute ist das Reblauswochenende ( Zunftabend, Ratssuppe, Narrenumzug) immer zwei Wochen vor Fasnet Sundig.

 

1955 neues Häs
Nach einem Entwurf von Zunftschneider Werner Herold wurde ein neues Häs mit Fleckle aus Filz geschaffen. Die Grundfarben waren grün, goldgelb und herbstbraun und die Fleckle wie das Laub der Reben gestaltet. Komplettiert wurde das neue Häs mit dem von Manfred Heussner geschaffenen Lederband, einem Dätscher, und einer goldenen Paillettenbrille.

 

1959 Ratssuppe
Am 10. Februar1959 um 10.00 Uhr wird erstmals die fasnächtliche Ratssuppe in dem Zunftlokal „Wendlinger Stüble“  durchgeführt.


1964 Holzmaske
Die von Albert Schonhardt entworfene Reblausmaske wird als sogenanntes "Holz" eingeführt und ersetzt die Paillettenbrille. Mit den "Hörnern", der langen "Nase" und den großen Insektenartigen Augen, reiht sie sich in den Rahmen der Tiermasken der alemannischen Zünfte bestens ein. Im selben Jahr wird erstmals die fasnächtliche Ratssuppe in der Stube durchgeführt.

 

1968 Gemeinschaftsabend
22. Februar 1968 1. Gemeinschaftsabend Auf Initiative der Rebläuse hin, wird in St.Georgen der Gemeinschaftsabend aus der Taufe gehoben. Mit Programmpunkten, Regie und Technik sind wir seither dabei.

 

1974 Eintragung als Verein
Die Zunft wurde am 4.2.1974 unter der Nr. 823 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Freiburg i. Br. eingetragen.

 

1974 Taufe des Patenkindes

Am 11.11.1974 haben wir die Patenschaft für die neugegründeten Tiengemer Erdmännle und die Freiburger Münsterstadtnarren übernommen.

 

 

1975 25Jahre Reblauszunft
Zum Jubiläumsjahr wurden von der Zunft ein neuer Hausorden angeschafft.
Am 11.11.1975 verlieh Fritz Kiefer das neue Zunftwappen (Hausorden) an 36 Zünftler, die bereits mindestens 5 Jahre der Zunft angehörten.
Der Hausorden ( 5 Jahres Orden) wurde von Richard Fahr im Jahr 1973 entworfen.
Jeder Hausorden trägt eine Nummer.
Nr. 0    Richard Fahr
Nr. 1    Fritz Kiefer
Nr. 2    Gerhard Kretzer   
Nr. 3    Josef Maier
Nr. 4    Horst Rußmann
Nr. 5    Manfred Heussner


1977 1. St. Georgener Weintage
Und die Rebläuse waren natürlich gleich mit einer eigenen grossen Laube dabei. Viele Jahre war diese schöne Laube im Anwesen von Familie Basler. In den letzten Jahren bei Familie Seebacher.


1985 Scheibenschlagen
Dank der Tatkraft von Felix Maier wurde das Scheibenschlagen im Rebberg, im Gewann Im Grund, wiederbelebt. Dabei wird von den von den männlichen Mitgliedern der Reblauszunft ein riesiges Scheibenfeuer entzündet und glühende Scheiben mit Sprüchen zu Tal geschlagen.


1986 1200 Jahr Feier
Auch bei diesem Grossereignis waren die Rebläuse dabei. Vom Theaterfundus stilecht eingekleidet zogen wir mal ohne narri-narro durch St.Georgens Straßen.


1987 Auftritt beim ZDF
als Dankeschön für unsere Spende von 3.000,-- DM zugunsten der Aktion "Danke schön" vom Kinderfest im Jahr davor, wurden wir zusammen mit unserer Patenzunft den Oberwiehremer Kindsköpf nach Mainz zu Filmaufnahmen eingeladen.
Das St.Georgener "Haus der Vereine", kurz und liebvoll Bahnhöfle genannt wird eingeweiht. Die Reblauszunft errichtet darin ihre Geschäftsstelle.


1988 Schalmeien
aus den Reihen der Reblauszunft heraus werden die Georg's-Schalmeien gegründet.

 

1990 Protektorat
Als Novum in der Geschichte der Protektoratseröffnung gab es diese wunderbare Veranstaltung in der St.Georgener Stadthalle. Unvergessen sind die Bilder mit unserem Protektor Dr. Rolf Böhme in der Sänfte und mit dem Kohlkopf in der Hand.


1994 Uffhuser Roller
aus den Reihen der Reblauszunft heraus werden die Uffhuser Roller alsFrauenzunft wiedergegründet.

 

2000 50 Jahre Reblauszunft

Ein rauschendes Jubiläumsjahr, mit einer schönen Festveranstaltung, viel Arbeit aber auch viel Spass.

2001 Narrenbrunnen
Am Uffhauser Platz wird der vorhandene Sandsteintrog um eine Bronzefigur der Rebläuse ergänzt. Ein Augenblick für den die Rebläuse viele Jahre gearbeitet haben.
Brunnenpate wird Georg Koch. Fortan sprudelt beim Narrenbaumstellen der Rebläuse Wein aus dem Brunnen.

2003 Ausfall
Aufgrund eines verhängten Rauchverbotes in unserer St.Georgener Festhalle fällt der traditionelle Zunftabend und der Umzug durch St,Georgen mit dem anschliessenden Narrenhock in der Halle zum Bedauern vieler aus.

2004 geschenkter Stern
Eine Auszeichnung der besonderen Art erhielt die Reblauszunft von den Damen des Alt-Elferrates, Edith Goldschagg, Brigitte Gassenbauer, Gerda Schmiederer, Erna Binder und Lisbeth Widmann, überreicht. Für den Freiburger Planetariumshimmel wurde von ihnen zugunsten der Reblasuzunft der Stern "14 Bootis" gestiftet. Er gehört zum Sternbild Bärenhüter.

 

2005 St.Georgener Narrenpreis gestiftet
Die Reblauszunft stiftet den St.Georgener Narrenpreis. Erster Preisträger ist Finanzbürgermeister Otto Neideck. Neben dem "stattlichen Geldbetrag" zugunsten der "Fliesen" in der Festhalle wurde auch gleich das passende Handwerkszeug übergeben.

 

2006 Neue Narrenfigur
Für Dekorationszwecke wurde eine sympathisch närrisch verschmitzte Laus gestaltet und insgesamt ein variables Dekosystem für verschiedene Räume gestaltet. Der Oberbürgermeister der Stadt Freiburg, Dr. Dieter Salomon, erhielt den gestifteten Geldpreis zugunsten einer besseren Hinweisbeschilderung auf Feste der Vereine. Und als äußeres Zeichen erhielt er die Kapitänsmütze der "Public-Private-Partnership-Line"

 

2007 St.Georgener Narrenpreis
Die Fraktionsvorsitzende der SPD, Renate Buchen, erhielt stellvertretend für die Stadt den gestifteten Geldpreis zugunsten des Erwerbes öffentlicher Gebäude in St. Georgen und erhielt ein neues Ortsschild "Freiburg bei St.Georgen" überreicht.

 

2008 St.Georgener Narrenpreis
Der vermutlich bislang größte Umzug in St.Jerge mit 85 Gruppen bei sehr milden 17 Grad am 20. Januar mit anschließendem Narrentreiben um die Festhalle. Der sichtlich überraschte OB Dr. Dieter Salomon erhielt den gestifteten Geldbetrag zugunsten vom Verfall bedrohter "Kulturbiotope" in St.Georgen. Neben dem goldenen Lorbeerkranz wurde auch eine St.Jergemer Stahlstütze als Hilfe zur Selbsthilfe für die Stadt überreicht.