Was geht so ab... oder ein Reblausjahr im Überblick

Wann beginnt das närrische Jahr? Zwei Lager streiten sich. Für die einen an dem närrischen Datum 11.11., für die anderen erst am "Schmutzige Dunnschdig".

Da dann die Fasnet extrem kurz wäre beginnen wir mit dem 11.11. Hier haben wir im Pfarrzentrum St.Georg einen gemütlichen Programm- und Mottoabend mit anschließendem Tanz. Schon kurz danach wird für unsere Kleinen (de Narresome) der Kindernikolaus einige Überraschungen bringen. Das Häs wird frühestens nach Dreikönig (6. Januar) an Umzügen oder Hallenveranstaltungen öffentlich getragen. Natürlich haben wir eine eigene Hallenveranstaltung, unseren Zunftabend, an dem neben der Bevölkerung aus St. Georgen unsere Narrenfreunde aus nah und fern zu Gast sind. Am folgenden Sonntag stärken wir uns dann mit unserer Ratssuppe, zu der neben unseren Mitgliedern , die örtlichen Vereinsvorstände und die Honoratioren der Stadt geladen sind und bei einem närrischen Programm die Suppe auslöffeln die sie sich unterm Jahr eingebrockt haben. Gleich im Anschluss geht dann unser eigener Umzug in St.Georgen los. Oberhalb unseres Narrenbrunnes beginnt der närrische Lindwurm seinen Zug durch Uffhausen und Wendlingen an die St.Georgener Festhalle. Eine Woche später sind wir dann am Gemeinschaftsabend der St.Georgener Vereine beteiligt. Hier wird an zwei Abenden ein wahrhaft närrisches Feuerwerk abgebrannt. Am "schmutzige Dunnschdig" ist es endlich soweit. Die Rebläuse stellen den Narrenbaum auf und marschieren mit der Bevölkerung und dem Musikverein vorneweg im Hemdglunkerumzug an der "Peter und Paul" Kapelle vorbei, in Richtung Pfarrzentrum St.Georg. Dort feiern wir dann gemeinsam mit Schalmeien, Uffhuser Roller und dem Gässlevieh die Ausgrabung. Am Fasnetssamstag geht es zum Schnurren bei Veranstaltungen von befreundeten Vereinen. Der Sonntag steht dann ganz im Zeichen der "Stroßefasnet" in der Innenstadt von Freiburg. Wir sind seit Jahren präsent mit einem Sektstand, der ein beliebter Anlaufpunkt unser durstigen Hästräger ist. Am "Fasnetsmendig" (Rosenmontag) ist der große Umzug der BNZ, wobei der stolze Stadtteil St.Georgen seit Jahren eine eigene Umzugssäule stellt. Abends wird dann in St.Georgen mit einem kleinen Programm in den örtlichen Lokalen geschnurrt.

Der Fasnetsdienstag, der letzte Tag der Fasnet, steht dann schon im Zeichen der Trauer. Bei der Fasnetsbeerdigung wird der Narrenbaum gefällt. Danach wird im Zunftlokal "Stube" beim Heringsessen närrisch die Begebenheiten der Fasnet aufbereitet. Der Aschermittwoch wird genutzt um die letzten Dekorationsreste abzuhängen.

Am folgenden Sonntag wir dann abends im Rebberg das Schiebefier (Scheibenfeuer) entfacht. Einfach stimmungsvoll, wenn die glühenden Scheiben von Sprüchen begleitet zu Tal fliegen. Jetzt ist die alte Fasnet wirklich aus und es "goht wieder dagege".

Aber schon ruft das nächste Ereignis die Rebläuse auf den Plan, nämlich der Georgsritt. Bei dieser traditionellen Pferdeprozession bewirten die Rebläuse die Teilnehmer. Und ein Großereignis der besonderen badischen Art sind dann die St.Georgener Weintage, das erste große Weinfest im Land. Klar sind die Rebläuse mit einer eigenen Weinlaube und einem Weinbrunnen mit dabei.

Mit einem Sommerfest oder einer Sommerfahrt der Zunftmitglieder schliesst sich dann der Jahreskreis der großen Aktivitäten.

Dazu kommen natürlich noch die regelmäßigen Versammlungen in unserem Zunftlokal Stube in St.Georgen, an denen die verschiedenen Aktivitäten mit den Mitgliedern vorbereitet werden. Die Vorstandssitzungen fanden bis 2007 in unserer Geschäftsstelle im St. Georgener Bahnhöfle statt. Die neue Geschäftsstelle befindet sich seit September 2007 nun genau über unserem Zunftlokal Stube, in der Blumenstraße (Böse Zungen behaupten, das sich seit diesem Zeitpunkt die Anzahl der Vorstandssitzungen verdreifacht hat!!) .

Neugierig geworden? Oder sogar gleich Lust auf die schöne Fasnet bekommen? Dann einfach mal bei unseren Veranstaltungen reinschnuppern oder gleich Kontakt aufnehmen! Schon sicher?

Die Rebläuse freuen sich auf neue Aktive, denn wir sind für jedermann offen, egal ob Frau, Mann oder gleich die ganze Familie. Oder wollen sie uns als passives Mitglied einfach nur Ihre Verbundenheit zur Fasnet ausdrücken? Ja dann aber nix wie weg mit der Anmeldung zur Mitgliedsschaft. Und dann heisst es auch für Sie...."s´goht dagege" und narri -narro!